Dr. agr. W. Hübner

Dr. agr. W. Hübner, Wiss. Mitarbeiter am Fachgebiet Acker- und Pflanzenbau

Wir müssen die Bereitstellung von Phosphor für die Pflanzenernährung nachhaltig absichern, denn die bekannten Apatit-Lagerstätten gehen zu Ende. Recycling und Kreislaufführung von Phosphor sind dringend weiterzuentwickeln. Chemisch aufgeschlossene Klärschlammasche ist ein gangbarer Lösungsweg. Das so hergestellte Produkt erfüllt die Anforderungen der Düngemittelverordnung. Aufgrund des hohen Anteils an wasserlöslichem Phosphat entspricht die Wirkung auf das Pflanzenwachstum der eines vergleichbaren konventionell hergestellten Phosphatdüngers auf Apatit-Basis (Tripelsuperphosphat).

Prof. Dr. rer. nat. habil. Martin Bertau

Prof. Dr. rer. nat. habil. Martin Bertau, Professur für Technische Chemie

Prof. Dr. rer. nat. habil. Martin Bertau hält den Lehrstuhl für Technische Chemie an der TU Bergakademie Freiberg. Nach seiner Promotion in Organischer Chemie an der Universität Freiburg i.Br. leitete er die Biotechnologie der Rohner AG (Dynamit-Nobel-Gruppe) in Basel (CH), bevor er im Jahr 2000 an der TU Dresden eine eigene Arbeitsgruppe aufbaute und sich 2005 habilitierte. Seit 2006 leitet er das Institut für Technische Chemie an der TU Bergakademie Freiberg. Analog ‚Peak Oil‘ sehen wir uns einem ‚Peak Phosphorus‘ gegenüber, über dessen Erreichen im Jahre 2035 allgemeiner Konsens besteht. Verschärft wird die Situation durch die zunehmende Nachfrage nach Phosphat, die sich bis zum Jahr 2050 nahezu verdoppeln wird, während die Verfügbarkeit mineralischen Phosphats um ca. 25% abnehmen wird. Daher ist ein Phosphatrecycling volkswirtschaftlich geboten und es bedarf eines ein Umdenkens hinsichtlich einer Wahrnehmung von Klärschlamm als wertvollem und unverzichtbarem, zukunftsfähigem Phosphatrohstoff.

Herr Prof. Dr. Harald Weigand

Prof. Dr. Harald Weigand, Professor für das Lehrgebiet Abfallwirtschaft/Altlasten der Technischen Hochschule Mittelhessen

Die stoffliche Verwertung von Klärschlammasche ist mit Blick auf deren Phosphorgehalte in der Größenordnung mittel- bis hochgradiger Phosphaterze ein Gebot der Stunde. Mit RecoPhos steht ein technisch robuster Weg zur Verfügung, das Potenzial dieses Abfallstroms effizient zu nutzen und ein marktfähiges Produkt zu erzeugen. Dabei entsprechen in einer globalen Betrachtung die Schadstoffgehalte der eingesetzten Aschen aus der Monoverbrennung kommunalen Klärschlamms den Gehalten im substituierten Rohphosphat. Das erzeugte Produkt weist Qualitäten auf, die einem konventionellen P-Düngemittel entsprechen und erfüllt sämtliche Vorgaben der Düngemittelverordnung.